Samstag, 2. Oktober 2010

Flitterwochen - Teil 1


Bevor wir uns mit der ungeschminkten Realität des echten Ehelebens beschäftigen müssen, haben wir nach der Hochzeit erst einmal zwei Wochen in der Provence geflittert. Die Zeit dort war einfach super und für alle, die noch nie dort waren: Es lohnt sich wirklich. Fahrt mal hin.
Vielleicht können die folgenden Fotos ja die Entscheidung beeinflussen.


Wir haben, wie meistens, eine Ferienwohnung gebucht und mit unserer Unterkunft haben wir diesmal auch wirklich Glück gehabt. Der Vermieter war total nett und sehr um uns bemüht, das Appartment war schön und vollkommen ausreichend ausgestattet und die Lage war auch wirklich gut. Am ersten Morgen sind wir vom Vermieter zu einem Champagnerfrühstück eingeladen worden, ist das nicht nett? 

 
Oder gefällt es euch am Abend besser?

Am ersten Tag haben wir uns zunächst um die nötigen Besorgungen gekümmert und waren ansonsten die meiste Zeit in der Ferienanlage, in der es neben einem Pool auch jede Menge Sitz- und Liegegelegenheiten zum Lesen oder einfach Entspannen gab. Wir haben uns daher auf dem Rückweg vom Einkaufen ein Stück Kuchen mitgebracht und unserer Terasse gegessen.

Allgemein kann man sagen, dass sich die Franzosen mit kleinen Gebäckstückchen deutlich mehr Mühe geben, als wir dies tun. Jeder Bäcker hat zumindest einige feine Backwaren im Angebot und das Angebot an Kuchen mit Karamell oder Schokolade überwiegt eindeutig das Angebot an Obstkuchen.

Diese beiden kleinen Stückchen haben wir ebenfalls in einer Patisserie gekauft und mit nach Hause genommen und bei dem Schokoladenkuchen, der total cremig war, bin ich von einem Kern aus Eis überrascht worden.
Es hat daher auch nicht lange gedauert, bis unsere Teller so aussahen:

Eine Süßigkeit, die ich schon bei unserem ersten Urlaub in der Provence vor drei Jahren entdeckt habe, sind diese kleinen Quadrate mit Karamell und Schokolade. 


Ich habe natürlich direkt im Supermarkt nachgesehen, ob es sie immer noch gibt und mich gefreut, als ich sie wiedergefunden habe. Wir haben eine Packung gekauft, die allerdings den Urlaub nicht überstanden hat. Leider gab es in den letzten Urlaubstagen nur noch Packungen, nur noch einige Tage haltbar waren, daher konnten wir keine mit nach Hause nehmen. Ein Grund mehr, mal wieder nach Frankreich zu fahren.  


Während unseres Urlaubs waren wir zweimal in St.-Remy-de-Provence und beim ersten Mal haben wir den örtlichen Wochenmarkt besucht. Diese Märkte mögen wir beide total gerne und wir haben uns einige davon angesehen. An einem Stand in St. Remy haben wir diesen Keks gekauft, der allerdings nicht so lecker war, wie er aussieht (finde ich). Gut, dass ich jemanden dabei hatte, der nichts gegen angebissene Kekse einzuwenden hat.

Nachdem wir ausgiebig über den Markt geschlendert waren, wollten wir uns bei einem Glas Wasser ein wenig ausruhen. In den meisten Cafés haben wir keinen Platz mehr gefunden, so dass wir auf ein Restaurant mit Café-Bereich ausgewichen sind, bei dem wir schon beim Reingehen Sorge hatten, wir könnten den Besuch vielleicht bereuen. Naja, der Durst überwog und die Wasserflasche ist ja auch wirklich hübsch, finde ich.

Zudem waren die in Senf eingelegten Oliven äußerst schmackhaft. Die Rechnung, die wir für das Wasser und die Cola bekamen, hatte es dann aber auch wirklich in sich. 


Naja ... dies war in diesem Urlaub das erste, aber natürlich nicht das letzte Mal, dass wir uns richtig Touri-like über den Tisch haben ziehen lassen. In den meisten Fällen haben wir die entstehende Reibungswärme aber eher als Urlaubssonne empfunden und so sind im Endeffekt doch wieder alle zufrieden gewesen.

Einige Tage später sind wir nach Arles gefahren, eine der größeren Städte in der Gegend mit sportlichem bzw. kulturellem Hintergrund, wie man an der Arena im Hintergrund sehen kann.


Und eine wunderschöne Altstadt hat Arles außerdem, in der in der Rue de la Liberte eine kleine Patisserie ansässig ist, die einen Besuch lohnt.

Hier könnt ihr noch einmal sehen, was ich mit dem Bemühen der Franzosen um kleine Gebäckstückchen meinte. Sieht das nicht einfach umwerfend aus?
Wir haben aber nur einige Macarons gekauft, die wir im Laufe des Tages gegessen haben. 


Die Macarons waren köstlich, konnten aber nicht mit denen mithalten, die wir einige Tage später in Aix-en-Provence gekauft haben.
In Arles haben wir nach einigen Stunden Stadtbummel eine kleine Patisserie gefunden, die ebenfalls eine beeindruckende Gebäckauswahl hatte. 


Wir (sprich: ich) haben uns (nein, nicht mir, wir teilen wirklich :-) ) für ein Tartelette au Chocolate entschieden. Und es war so lecker, wie es aussah.


So, nach all diesen Anregungen habt ihr nun erstmal Zeit, irgendwas von den Vorschlägen nachzubacken oder alternativ einen Konditor zu suchen, der vielleicht ein vergleichbares Angebot hat, bevor ich euch den Rest unserer französischen Köstlichkeiten zeige.

Alles Liebe
Schokolia

Mittwoch, 22. September 2010

Mini-Me bzw. Mini-Us


Ich habe ja schon einige Male erwähnt, dass ich geheiratet habe und mit dem Näherrücken des Termins sind mir immer mehr Dinge eingefallen, die ich noch machen könnte. Angefangen hat es bei den Keksen, die ich für unseren Polterabend und die Hochzeitszeremonie gebacken habe und den Höhepunkt hat es bei den Fimofiguren erreicht, die ich kürzlich gemacht habe. 


Eigentlich hatten wir schon eine Aufsatzfigur für unsere Torte (es war übrigens eine zweistöckige Herztorte aus Baumkuchen und Nougat - sehr lecker), die jedoch leider beim Putzen runtergefallen und kaputt gegangen ist. Mein Liebster hat sie zwar wieder geklebt aber man konnte die Klebenaht immer noch sehen und wir waren uns dann einig, dass wir keine Figur auf dem Kuchen haben möchten, die schon einen Sprung hat.


Statt eine neue Figur zu kaufen, habe ich mir dann gedacht, dass es ja auch nicht so schwer sein kann, eine Figur aus Fimo selber zu basteln. Ich habe mir also diese (auf Anleitungen und dann auf Brautpaar klicken) Anleitung im Internet gekauft und gleich morgens angefangen. 


Dies war auch eine gute Idee, denn insgesamt habe ich ca. einen Arbeitstag damit verbracht, aber ich bin mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden.
Mein Liebster ist gut 30 cm größer als ich und obwohl es in den Figuren angedeutet ist, habe ich den Unterschied doch nicht ganz übertragen können. Irgendwann werden die langen Fimo-Beine dann doch instabil :-)


Ich bin mit unseren Fimo-Miniaturen auf jeden Fall sehr zufrieden, mein Mann hatte bei der Hochzeit auch einen dunkelbraunen Anzug an und mein Kleid hat ebenfalls Ähnlichkeit mit dem Original.


Wie gefallen euch die Figuren, die sind doch wirklich niedlich, oder?

Alles Liebe
Schokolia

Freitag, 17. September 2010

Mini-Quiches


Ich habe ja bereits vom Polterabend berichtet und jetzt möchte ich noch einmal genauer auf die Quiches eingehen, die ich in dem Zusammenhang schon kurz erwähnt habe. Es lohnt sich auf jeden Fall, dies Rezept auszuprobieren, denn diese kleinen Küchlein schmecken einfach köstlich.
Das Rezept stammt wieder einmal von Chefkoch und kann hier nachgelesen werden.

Der Teig ist ein einfacher Quark-Öl-Teig, der schnell gemacht ist. Das Ausrollen ist dann schon anspruchsvoller, denn der Teig zieht sich wieder zusammen, nachdem man ihn in eine Richtung gezogen hat. 


Wenn man nur eine kleine Menge Quiches macht, kann man den Teig vorab in kleine Portionen aufteilen und diese einzeln ausrollen, für unseren Polterabend habe ich allerdings 100 Stück gemacht und daher den Teig in größeren Stücken ausgerollt und dann Kreise ausgestochen. 


Ich habe allerdings mehr Teig gemacht, weil man ihn einfach nicht so dünn ausrollen kann, wie man müsste, damit das Verhältnis Teig zu Füllung aus dem Rezept aufgeht.

Die Füllung ist ebenfalls recht schnell gemacht und schmeckt richtig gut. Gemüse mit Käse und Schmand ist eine gute Kombination.


Ich habe eine Hälfte der Quiches, wie im Rezept angegeben, mit Schinken gemacht und die andere Hälfte mit getrockneten Tomaten. Damit man die beiden Sorten einfach auseinander halten kann, habe ich bei den vegetarischen Quiches einen Teil des Käses nicht mit in die Füllung gegeben, sondern anschließend auf den Quiches verteilt.


Beide Sorten haben ausgeprochen gut geschmeckt und auf dem Polterabend auch reichlich Anklang gefunden. Welche Variante mir besser schmeckt, kann ich gar nicht sagen, ich fand beide sehr gut. Ich habe die Quiches vorher schon einmal gemacht, und dabei sowohl Schinken als auch Tomaten in die Füllung gegeben. Dies ist ebenfalls sehr lecker.




Um ein bißchen Leben ins Bild zu bringen, habe ich einen Rosenkopf aus meinem schönen Strauß geopfert. Fällt aber im Grunde nicht auf, oder?


So, damit sind die herzhaften Beiträge auch erstmal zu Ende und es geht beim nächsten Mal wieder mit süßen Leckereien weiter. Aber diese Quiches sind es wirklich wert, die Grenze der "süßen Kreativität" etwas weiter zu fassen. Und zumindest ist es gebacken, was ja wieder eine Verbindung herstellt.

Alles Liebe
Schokolia
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