Mittwoch, 18. Januar 2012

Käsekuchen mit Schmand


Letztens hatte ich mal wieder richtig Lust auf Käsekuchen und ein Rezept dafür ist natürlich schnell gefunden. Ich habe dieses hier genommen, denn der Untertiltel "der cremigste Kuchen, den ich kenne" hat mich neugierig gemacht. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das ein guter Grund ist, ein Rezept auszuprobieren, weil ich ja gar nicht weiß, wie viele Kuchen der verehrte Rezeptveröffentlicher überhaupt kennt. Aber, um die Spannung rauszunehmen, der Kuchen ist wirklich sehr cremig.
Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der Mürbeteig, der für meinen Geschmack etwas zu weich war und sich im Grunde nicht ausrollen ließ. Ich habe ihn vorsichtig zwischen zwei Lagen bemehlter Frischhaltefolie ausgerollt und dann in die Förmchen gelegt, hier würde ich beim nächsten Mal allerdings ein anderes Rezept nehmen. 


Den Kuchen sollte es samstags geben, weil ich da aber wenig Zeit hatte, habe ich Teig und Pudding schon am Freitagabend gemacht und den Teig in die Förmchen gelegt. Am Samstag wollte ich dann die Füllung anrühren und den Kuchen backen. Der Pudding ist natürlich über Nacht im Kühlschrank sehr fest geworden, weil er mit der Hälfte der normalen Milchmenge gekocht wird, darüber habe ich vorher nicht genauer nachgedacht. Ein Verrühren mit dem Schmand war unmöglich, der Pudding hat Klümpchen gebildet, die sich auch nicht auflösen wollten. 


Gewonnen habe ich schließlich doch, allerdings nur unter Zuhilfenahme des Pürierstabs. Es hat der Füllung aber nicht geschadet, glaube ich. Wahrscheinlich wäre es günstiger gewesen, den Pudding auch am Vorabend schon mit dem Schmand zu verrühren.


Wie auch immer, der Pürierstab hat geholfen, die Käsemasse konnte in die Förmchen, abgetropfte Aprikosen obendrauf und alles in den Ofen.


Kurze Zeit später gab es hübsche kleine Küchlein, die sehr cremig und total lecker waren.

Alles Liebe
Schokolia

Sonntag, 15. Januar 2012

Schokoladenverkostung


Was ist besser als Schokolade? Na, ...? Richtig, mehr Schokolade. Und richtig viel Schokolade gab es gestern bei einer Schokoladendegustation, die ich besucht habe. Schokoladen-was, fragt ihr euch vielleicht, aber ihr habt richtig gelesen. Schokoladendegustation. Was man sonst eher aus dem Weinbereich kennt, wird in ähnlicher Form auch für Schokolade angeboten.
Das Internetportal www.einmalige-erlebnisse.de bietet auf seiner Homepage viele unterschiedliche Erlebnisangebote, so kann man neben Gutscheinen für einen Kochkurs (hierunter fällt auch die Schokoladenverkostung) auch die Teilnahme an Veranstaltungen aus dem Bereich Sport, Wellness oder Kultur erwerben. Für mich natürlich alles nur halb so spannend wie das braune Gold und so habe ich mich über die Einladung, an dem Workshop von Gourmets for Nature teilzunehmen, sehr gefreut.
Gourmets for Nature ist ein kleines Kölner Unternehmen, das sich voll und ganz dem Genuss verschrieben hat. Genuss, der allerdings im Einklang mit Natur und Menschen stehen sollte. 


Passend dazu ging es im ersten Teil der Veranstaltung auch zunächst um die theoretischen Grundlagen. Welche Kakaosorten gibt es, worin unterscheiden sich diese und wo werden welche Sorten angebaut? Die Inhaberin und Seminarleiterin, Frau Duwe, hat mit wahnsinnig viel Detail- und Hintergrundwissen einen faszinierenden Rundumschlag geführt, der mich sozusagen in die Seile gehauen hat. Es gibt so viel spannendes an Schokolade, das ich noch nicht wusste und auch jetzt ja noch nicht weiß, dass die Zeit geradezu verflogen ist.  Besonders interessant für mich war der Exkurs über die Arbeitsbedingungen der Erntehelfer. Nachdem ich vor einer Weile eine Dokumentation über die Kindersklaven an der Elfenbeinküste in der ARD gesehen habe, war Schokoladengenuss auch immer mit einem schlechten Gewissen behaftet. Jetzt weiß ich etwas besser, auf was ich beim Einkauf achten kann und welche Hersteller mehr Verantwortung für Umwelt und Mensch übernehmen.


Im zweiten Teil sind wir dann direkt in die Verkostung übergegangen, unterteilt in die drei Kategorien "Milchschokolade", "Bitterschokolade" und "weiße Schokolade". In den ersten beiden Gruppen haben wir jeweils acht verschiedene Tafelschokoladen probiert und anschließend bewertet, in der letzten Gruppe drei. Die Verkostung fand blind statt und wurde anschließend, nachdem die Bewertung aller 9 Teilnehmer feststand, aufgelöst. Und die Ergebnisse waren überraschend, denn etablierte und anerkannte Marken sind in der Blindverkostung absolut durchgefallen. Auf der anderen Seite haben Firmen gut abgeschnitten, bei denen ich das ebensowenig erwartet hätte. 


Interessant, seine eigenen Vorbehalte auf die Weise auf dem Prüfstand zu sehen. Ungefähr die Hälfte der angebotenten Schokoladen kannte ich vorher bereits, die andere Hälfte nicht, allerdings habe ich ja sonst nie die Gelegenheit, so viele Sorten im Blindtest gegeneinander antreten zu lassen und auf Süße, Säure, Bitterstoffe und Aroma zu achten. Ich bin für die nächste Zeit sicher sensibilisiert worden und wenn die Wirkung nachlässt, dann gehe ich einfach nochmal hin. Vielleicht schließt sich ja jemand von euch an?

Alles Liebe
Schokolia

Mittwoch, 11. Januar 2012

Brownies à la Tarte tatin


Ich habe von der Weihnachtsbäckerei noch einige Packungen gemahlene und gehackte Nüsse und Mandeln übrig und da die sich ja nicht furchtbar lange halten, muss ich wohl oder übel in der nächsten Zeit einiges mit Nüssen und Mandeln machen. Der Liebste ist schon voller Vorfreude und heute habe ich einen Kuchen gemacht, der ganz nach seinem Geschmack ist. Der Kuchen schmeckt mir allerdings auch wirklich gut, ich glaube, langsam gewöhne ich mich doch an Nüsse :o)
Ich habe Brownies à la Tarte tatin gemacht aus diesem Backbuch. 
Für 8-10 Stück braucht ihr

Für den Teig
120g Butter
160g hellbrauner Zucker
2 Eier
300g Mehl
1,5 TL Backpulver
1,5 TL Lebkuchengewürz
2 Äpfel, geschält und grob geraspelt
130g gehackte Haselnüsse

Für den Belag
60g Butter
90g hellbraunen Zucker
1 Apfel

Am besten macht ihr zuerst den Teig fertig, dann ist der später griffbereit. Dafür werden Butter und Zucker schaumig gerührt, anschließend werden die Eier nacheinander untergemischt. Mehl, Backpulver und Lebkuchengewürz werden dazu gegeben und untergrührt, als letztes werden die Nüsse und Äpfel hinzugefügt und vermengt, bis alles gut vermischt ist. Der Teig ist ziemlich zäh, es dauert also eine Weile.
Den Teig dann erstmal zur Seite stellen und mit  dem Belag weitermachen.
Dafür werden 60g Butter und 90g Zucker in einem Topf geschmolzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das hat bei mir allerdings nicht ganz geklappt. Die Masse hat schon gekocht, der Zucker war aber immer noch sehr körnig, ich habe den Topf dann trotzdem vom Herd genommen und die Masse so in der Form verteilt, weil ich nicht wollte, dass das Karamell bitter wird. Ich glaube nicht, dass es geschadet hat. Also, die Masse - ob fertig oder nicht - kommt in eine flache Backform (23x23 cm), die entweder mit Backpapier ausgelegt oder eingefettet ist. Auf das Karamell kommen gleichmässig die Apfelscheiben und darauf der Teig.
Wenn der Teig schon fertig ist, werden die Apfelscheiben nicht braun, deswegen habe ich den als erstes gemacht.  



Im vorgeheizten Ofen bei 180°C bzw. 160°C Umluft wird der Kuchen für 35-40 Minuten gebacken, bis er fest und goldbraun ist bzw. bis die Stäbchenprobe stimmt. 


Hier kann man sehen, wie das Karamell an den Seiten hochgekocht ist. Nach 10-20 Minuten Abkühlzeit kann der Kuchen gestürzt werden und ist fertig.


Der Kuchen ist der Hammer. Als ich das nächste Mal in die Küche kam, hat mich der Duft fast umgehauen. Die Äpfel gemeinsam mit der Butter und dem süßen Zucker sind absolut himmlisch. Und während der Kuchen abkühlt, zieht das Karamell in den Kuchen ein und macht ihn wunderbar saftig und süß. Lebkuchengewürz und Nüsse ergänzen das ganze perfekt.
Ich sage euch, mit dem Kuchen seid ihr die Helden der nächsten Mitbringveranstaltung.



Alles Liebe
Schokolia
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