Sonntag, 10. Juni 2012

Erdbeertartelettes


Dieses Wochenende gibt es bei uns Erdbeertartelettes und ich kann euch sagen, die Küchlein sind mindestens so lecker, wie sie aussehen. Das Rezept kommt aus der aktuellen "Sweet Dreams", die seit März (?) bei mir im Regal liegt, aber noch auf ihren Einsatz gewartet hat. Das Magazin finde ich an sich prima, besonders, weil jedes Heft einige Schwerpunktthemen behandelt, in diesem die Obstsorten Rhabarber, Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen. Jetzt ist die Erdbeerzeit ja in vollem Gange und so komme ich nun auch endlich dazu, kurz bevor das nächste Magazin erscheint, Rezepte auszuprobieren.
Das Rezept ist für eine Tarteform von 26cm angegeben und diese Mengen schreibe ich hier auf, ich habe allerdings für 4 Tarteletteförmchen mit jeweils 10cm folgende Mengen gemacht: 60% des Teiges, die Hälfte der Creme und das angegebene Pfund Erdbeeren. Der Teig und die Creme mögen nach Rezept ja für die große Tarteform ausreichen, aber mit einem Pfund Erdbeeren kommt man da nicht weit. Zumindest nicht, wenn der Kuchen annährend so aussehen soll, wie auf dem Bild im Magazin. Dafür gibt es einen dicken Punkt Abzug, der aber geschmacklich wieder aufgeholt wird.

Hier also das Rezept für die 26er Form:
für den Teig:
250g Mehl
100g Zucker
1 Ei
160g Butter
Salz, Hülsenfrüchte zum Blindbacken

für die Creme und den Belag:
500g Erdbeeren
3 Blatt Gelatine
250g Mascarpone
500g Naturjoghurt
60g Zucker
1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
3 EL Zitronensaft

Die Teigzutaten werden zu einem glatten Teig verknetet und für 30 Minuten in den Kühlschrank gegeben. Anschließend wird der Backofen auf 180°C (160°C Umluft) vorgeheizt und die Tarteform eingefettet. Der Mürbeteig wird dünn ausgerollt und in die Form gelegt, an den Seiten wird ein Rand geformt. Der Teig wird mit Backpapier belegt, mit Hülsenfrüchten beschwert und für ca. 25 Minuten gebacken. Nach der Zeit aus dem Ofen nehmen, die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und auskühlen lassen. 



Wenn der Boden abgekühlt ist, werden die Erdbeeren geputzt und die Gelatine eingeweicht. Mascarpone wird mit Joghurt, Zucker und Zitronenschale verrührt. Der Zitronensaft wird in einem Topf erwärmt, die ausgedrückte Gelatine wird unter Rühren im Zitronensaft aufgelöst. Einige EL der Creme werden unter die Gelatine gerührt, dann kommt die angerührte Gelatine unter die restliche Creme und wird gut untergerührt. Die Hälfte der Erdbeeren wird auf dem Mürbeteigboden verteilt und mit Creme bedeckt. Die restlichen Erdbeeren kommen nach Belieben auf die Creme.
Nach einigen Stunden im Kühlschrank ist die Creme schnittfest und der Genuss kann beginnen. Gut, dass ich gleich vier Tartelettes gemacht habe, so haben der Liebste und ich heute auch noch was davon.


Dieses Rezept ist wirklich eine runde Sache (abgesehen von der zu geringen Menge Erdbeeren, die angegeben wird). Der Teig schmeckt super und lässt sich gut verarbeiten. Die Creme ist frisch und cremig und alles zusammen eine gelungene Mischung. Zum Nachmachen eindeutig empfohlen!

Alles Liebe
Schokolia

Sonntag, 3. Juni 2012

Erdbeer-Buttercreme-Rolle


Endlich gibt es frische, leckere und vor allem duftende Erdbeeren. Toll ... da konnte ich nicht warten und habe gleich ein Rezept ausprobiert, das ich in einer Zeitschrift gesehen habe. Das Rezept ist für 16 Stücke angegeben, ich habe die Hälfte davon gemacht und die Menge passt für 8 mitteldicke Scheiben ganz gut.  
 
Für 16 Portionen braucht ihr für den Biskuit
5 Eiweiß Gr. M
6 Eiweiß Gr. M
150g Zucker
150g Mehl

Für die Füllung:
300g Erdbeeren
200g weiche Butter
200g Puderzucker
abgeriebene Schale von einer halben Zitrone (Bio)

Für die Garnitur nach Belieben
Puderzucker Erdbeeren

Der Backofen wird auf 180°C (bzw. 160°C Umluft) vorgeheizt. Für den Biskuit werden die Eier getrennt, das Eiweiß wird mit etwas Salz steif geschlagen und zur Seite gestellt. Das Eigelb wird mit dem Zucker schaumig geschlagen, anschließend wird das Mehl eingerührt. Ca. ein Drittel des Eiweiß werden mit dem Handrührer eingerührt, der Rest wird dann vorsichtig untergehoben. Die Masse kommt auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und wird für ca. 25 Minuten gebacken. Ich habe ein Eigelb mehr als Eiweiß in den Teig getan, wie man im Rezept sieht, das eigentlich nur für 5 Eier angegeben ist. Das war der Tip meiner Mutter, wodurch der Biskuit hinterher besser rollbar sein soll. Nachdem die Sacher-Rolle kürzlich ja eher gefaltet als gerollt war, wollte ich die Idee natürlich ausprobieren und geschadet hat es sicher nicht, denn das Rollen ging ganz problemlos.

Wenn der Biskuit fertig ist, wird er auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch gestürzt. Wenn nötig, wird das Backpapier mit kaltem Wasser angefeuchtet und abgezogen. Der Biskuit wird zusammen mit dem Tuch von der breiten Seite her aufgerollt und zur Seite gelegt, damit er abkühlen kann. Das Küchentuch wird praktisch in den Biskuit mit eingerollt, wodurch er nicht an sich selber kleben bleibt.


Für die Füllung werden die Erdbeeren geputzt, eine Hälfte wird püriert, die andere in kleine Würfel geschnitten. Butter und Puderzucker werden in einigen Minuten schaumig geschlagen, anschließend wird das Erdbeerpüree löffelweise eingerührt. Anschließend wird die Zitronenschale dazu gegeben und die Erdbeerstücken untergrührt. Der abgekühlte Biskuit wird wieder aufgerollt und mit der Buttercreme gefüllt. Nach Belieben kann ein Teil der Buttercreme verwahrt werden, um die Rolle anschließend von außen zu verzieren, ich habe jedoch die ganze Füllung in die Rolle gegeben. Der wieder eingerollte Kuchen kommt bis zum Verzehr in den Kühlschrank.

Der Biskuit ist diesmal wirklich schön geworden, auch das Rollen war überhaupt kein Problem, allerdings gefällt mir eine leichtere Füllung für Erdbeeren besser, glaube ich. Die Buttercreme ist unerwartet schwer für den leichten Biskuit und die fruchtigen Erdbeeren, diese Variante kann mich daher nicht vollends überzeugen. Geschmacklich ist die Buttercreme prima, die Erdbeeren kommen gut durch und die Farbe ist natürlich sehr schön, aber für mich eher nichts für den Sommer. Die Idee mit dem Fruchtmus in der Buttercreme wird auf jeden Fall behalten und bei Gelegenheit nochmal verwendet, das gefällt mir gut.


Was ist euer liebster Erdbeerkuchen?

Alles Liebe
Schokolia

Sonntag, 27. Mai 2012

Fruchtmus


Heute gibt es passend zur bunten Obstsaison einen Verarbeitungstip. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich kaufe sehr selten Fruchtjoghurt. Ich bin ziemlich kritisch was die Inhaltsstoffe angeht und meistens habe ich irgendwas auszusetzen. Ich hätte gerne einen fettarmen Joghurt mit echter Fruchtzubereitung ohne die Zuckermengen, die in handelsüblichen Joghurts enthalten sind. Gibt es im Laden aber nicht, oder ich habe ihn noch nicht gefunden. Im Endeffekt ist daher selbermachen angesagt und so bin ich irgendwann auf die Idee gekommen, Früchte zu pürieren, einzukochen und in kleine Gläschen abzufüllen. Ist bestimmt in der Riege der Landfrauen ein alter Hut, in meiner Welt gab es aber vorher nur Marmeldade, Saft oder Kompott eingekocht.

Das ganze geht prima mit frischen oder eingefrorenen Früchten, die püriert und ggf. durch ein Sieb gestrichen werden. Ich habe die Fruchtmasse dann eine Weile kochen lassen, bis sie etwas dicker geworden ist und nach Belieben gesüßt. Hier kann man jedes Süßungsmittel nehmen, das einem beliebt, allerdings dürfte die Haltbarkeit ohne Zucker wahrscheinlich kürzer sein als bei Marmelade. Die Gläser ziehen nach dem Abfüllen natürlich ein Vakuum, aber über mehrere Jahre habe ich das Prinzip noch nicht ausprobiert. Einige Wochen sind auf jeden Fall überhaupt kein Problem.

Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, werden die vorbereiteten Gläser (vorher auskochen bzw. heiß auswaschen) bis kurz unter den Rand mit dem Fruchtmus gefüllt, direkt verschlossen und für einige Minuten auf den Deckel gestellt, damit auch am Deckel keimfreiheit erzeugt wird. Das Glas hier auf dem Bild ist das "Resteglas", deshalb ist es nicht voll ...

Damit ist die leckere Fruchtzubereitung im Prinzip schon fertig und nach dem Abkühlen kann das Mus nach Belieben weiter verwendet werden. Naturjoghurt mit einigen Löffeln Fruchtmus ist einfach toll. Richtig fruchtig, überhaupt nicht künstlich und nicht wahnsinnig süß. Da kann kein Fruchtjoghurt mithalten.  


Für mich kann der Sommer daher kommen, ich habe genug Gläser im Schrank und bin auf alles vorbereitet. 


Freut ihr euch eigentlich auch so wie ich? Ich finde es so toll, dass das Obstangebot endlich wieder bunter ist. Vorbei die Äpfel- und Birnenlangeweile, endlich gibt es wieder Erdbeeren, Pfirsiche, Nektarinen, Melonen und was nicht alles. Ich bin begeistert ...

Alles Liebe
Schokolia
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