Sonntag, 1. Juli 2012

Happy Birthday zum Zweiten


Wei o wei, wie die Zeit vergeht. Vor zwei Jahren habe ich den ersten Beitrag als "Schokolia" gepostet, vor ein paar Tagen ist der Blog somit ein weiteres Jahr älter geworden und gefeiert wurde das natürlich mit einer ordentlichen Torte. Diesmal einer Nougattorte mit Orangencremefüllung.
Klingt herbstlich, was? Ist es eigentlich gar nicht, da die Füllung sehr fruchtig ist. Außerdem habe ich - hier muss ich ein Geheimnis lüften - die Torte schon vor ein paar Wochen gebacken und gegessen, als das Wetter noch trüb, grau und kalt war. Im Wesentlichen also wie heute, nur noch kälter.


Ich habe dieses Rezept von Chefkoch genommen allerdings die Füllung verändert. Und da ich den Kuchen in einer kleinen Form gebacken habe, habe ich das Grundrezept einfach halbiert. Der Boden ist prima, sehr nussig, für meinen Geschmack könnte es etwas mehr nach Nougat schmecken, aber hier dominieren eindeutlig die Nüsse aus dem Nutella. Der Liebste fand es toll. Für die Füllung habe ich einen Vanillepudding gekocht, allerdings mit Orangensaft statt mit Milch. Direkt nach dem Kochen habe ich außerdem ein Päckchen Frischkäse unter den Pudding gezogen, so wird er insgesamt etwas samtiger. Der Orangensaft sorgt für den frischen Anteil.


Die Creme ist wieder direkt aus dem Rezept genommen, allerdings habe ich sie einige Sekunden überschlagen, so dass die Optik leider etwas leidet. In dem Moment, als ich dachte "jetzt ist es prima", fing sie an zu grisseln. So ist es immer, oder?
Naja, dafür habe ich das erste Mal einen Kuchen doppelt geteilt und gefüllt. Das war der Vorsatz für das zweite Blogjahr. Puh, gerade noch so geklappt.


Ich bin sehr gespannt, wie das nächste Jahr wird, es tut sich so viel bei uns, dass das Backen sicher etwas in den Hintergrund treten wird. Mal sehen, wie und ob sich das alles unter einen Hut bringen lässt. Ich freu mich auf jeden Fall und sage noch einmal "Danke" für die vielen Klicks und Kommentare. Das ist erst das Salz in der Bloggersuppe, oder, wie bei mir, die Schokolade auf dem Bloggerkeks.

Alles Liebe
Schokolia

  
P.S. Heute wurde auch schon gebacken, passend zur Jahreszeit was Beeriges. Ist allerdings ziemlich in die Hose gegangen, was mich nicht davon abhalten wird, das die Tage vorzustellen. Es wird also auch im dritten Jahr nicht unbedingt immer "schön" hier :o)

Sonntag, 24. Juni 2012

Brownie und aufregende Neuigkeiten


Ich habe ja schon berichtet, dass wir am letzten Wochenende Geburtstag gefeiert haben und neben der Erdbeertorte musste es natürlich auch noch etwas mit Schokolade geben. Ein Geburtstag ohne Schokoladenkuchen geht gar nicht. Ich hatte Lust auf etwas richtig buntes, fröhliches, kindergeburtstagartiges und so gab es Brownies mit einem lustigen Gesicht nach diesem Rezept. Das ist klassisch, einfach und hat einwandfrei funktioniert, daher möchte ich gar nicht weiter darüber erzählen, sondern euch viel lieber aufregende Neuigkeiten berichten und das ultimative Geburtstagsgeschenk zeigen.


Während ich hier sitze und vor mich hin tippe, habe ich die ganze Zeit ein seltsames Grummeln im Bauch. Es rumort und drückt und zieht und bewegt sich an jeder möglichen Stelle. Fast so, als hätte sich ein kleines Alien in meinem Bauch eingenistet. Wenn wir aber dem Arzt glauben dürfen, haben wir Glück gehabt und sind um einen Außerirdischen nochmal rum gekommen. Statt dessen freuen wir uns wie doll auf unsere Tochter, die im Oktober hoffentlich gesund und munter auf die Welt kommen wird. Auf jeden Fall bereitet sie sich fleissig auf ihren Auftritt vor und schlägt Purzelbäume, macht Handstand und was weiß ich noch alles. Ein tolles Gefühl, bis hierhin kann ich das Kinderkriegen uneingeschränkt empfehlen ...



Jetzt aber zum ultimativen Geburtstagsgeschenk, das meine beste Freundin mitgebracht hat. Sie hatte früher in ihrem Zimmer zu Hause einen Schaukelstuhl, auf den ich total neidisch war. Schaukelstühle sind so toll, gemütlich und machen warm im Bauch finde ich. Ich hatte keinen, zuerst wegen Platzmangel und später in der eigenen Wohnung habe ich es auch wieder aus den Augen verloren. Offenbar habe ich meiner Freundin aber erzählt, dass ich unbedingt einen Schaukelstuhl haben möchte, wenn ich schwanger bin. Um das Baby im Bauch zu schaukeln und um später darauf zu stillen und noch später Geschichten vorlesen zu können. Ich selber habe schon gar nicht mehr daran gedacht, aber was kam da am Sonntag durch den Flur geschaukelt? 


Der alte Stuhl aus dem Zimmer meiner Freundin. Jahrelang im Keller für mich aufbewahrt und extra neu bespannt. Sowas machen nur beste Freunde, oder? Einen sperrigen Schaukelstuhl mehr als 10 Jahre im Keller stehen zu haben, mit umzuziehen, nur, damit man ihn eventuell irgendwann mal der Freundin schenken kann, wenn die vielleicht, eventuell, irgendwann mal schwanger ist. Und in der ganzen Zeit nie ein Wort darüber verlieren. Du bist echt die Beste!!


Der Frosch findet den Stuhl auch super. Und Spielkameraden hat er auch bekommen. Die Rasselkrake (mit einem Döschen voller Kichererbsen im Bauch) und den Affen. Scheinen sich gegenseitig und den Stuhl zu mögen. Mal sehen, ob das Baby sie auch mag ...

Alles Liebe
Schokolia

Montag, 18. Juni 2012

Erdbeertorte zum Geburtstag für mich


Ich hatte vor einigen Tagen Geburtstag und dieses Jahr haben wir wieder richtig umfangreich gefeiert. Das Wochenende war daher sehr lebendig, schön und vor allem lecker. Für das Familienkaffeetrinken habe ich als Geburtstagstorte einen Erdbeerkuchen gemacht, den ich - allerdings mit Himbeeren - in der Sweet Dreams gefunden habe. Die Himbeeren habe ich einfach durch Erdbeeren ersetzt. Die Torte nennt sich im Magazin "Himbeertorte mit Mürbeteig und Biskuit" und hier kommt das Rezept für eine normale 26er Springform. Ich backe ja viel häufiger kleingerechnete Rezepte, da war es richtig ungewohnt, einfach alles so zu machen, wie das Rezept will. Vielleicht sollte ich häufiger Kaffeekränzchen veranstalten, dann kann ich größere Kuchen machen :)

Für die Böden:
300g Mürbeteig (selbst gemacht oder aus dem Kühlregal) - hier muss ich noch einmal kurz kommentieren, weil ich mich mal wieder darüber aufgeregt habe. Wann haben Rezeptzeitschriften eigentlich damit angefangen, in ihren Rezepten die Verwendung von Fertigprodukten anzugeben? Das fällt mir immer häufiger auf, dass manche Rezepte gar nicht zu verwenden sind, weil irgendwelche fertigen Komponenten angegeben werden. Bisher hatte ich das allerdings eher bei sehr günstigen Magazinen für Weihnachtskekse, da überspringe ich einfach die Rezpete, aber dass nun auch ein Magazin wie die Sweet Dreams damit anfängt, finde ich schon enttäuschend. So, das musste mal gesagt werden. Also bitte fix aus 140g Mehl, 50g Zucker, etwas Salz, 80g Butter und einem halben Ei einen Mürbeteig kneten. (Das andere halbe Ei für 30 Sekunden in die Mikrowelle stellen und dann als schnelles Rührei auf das nächste Brot legen.)
3 Eier
125g Zucker
125g Mehl

Für Erdbeersahne und Garnierung
7 Blatt Gelatine oder anderes Geliermittel
750g Erdbeeren
190g Zucker
3 EL Zitronensaft
300g Sahne
150g Erdbeermarmelade
2 Pck. roten Tortenguss



Den Mürbeteig kneten und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Nach 20 Minuten den Ofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen, den Mürbeteig ausrollen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform legen. Für ca. 15-20 Minuten backen, herausnehmen, auskühlen lassen.

Für den Biskuitteig die Eier trennen, das Eiweiß mit dem Zucker und etwas Salz steif schlagen, die Eigelbe verquirlen und unterziehen, das Mehl darüber sieben und ebenfalls unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform streichen und ebenfalls für ca. 12-15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und dann waagerecht halbieren.

Für die Füllung die Gelatine einweichen und 250g Erdbeeren putzen. Die Erdbeeren mit 150g Zucker und dem Zitronensaft pürieren. 3 EL des Pürees erwärmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Die aufgelöste Gelatine dann in das übrige Püree rühren und in den Kühlschrank stellen. Sobald die Masse geliert, die Sahne steif schlagen und unterheben. Im Rezept sind 600g Sahne angegeben, ich habe jedoch nur 300g verwendet und meines Erachtens reicht das vollkommen aus.


Nun wird die Torte zusammengesetzt. Dafür den Mürbeteigboden mit einem Tortenrand umstellen oder wieder in die Springform legen und mit der Erdbeermarmelade bestreichen. Eine Hälfte des Biskuits auflegen und mit der Hälfte der Erdbeersahne bestreichen. Dann den zweiten Biskuit auflegen und die restliche Erdbeersahne daraufgeben und glatt streichen. Das Ganze kühlen. Im Rezept sind vier Stunden angegeben, ich habe den Kuchen bis hierhin allerdings am Vortag gemacht. So kann er über Nacht richtig kühlen und den letzten Schritt habe ich dann kurz vor dem Anschneiden gemacht.

Dafür werden die restlichen 500g Erdbeeren auf dem Kuchen verteilt, der Tortenguss wird nach Anleitung zubereitet und über die Erdbeeren gegeben. Das Ganze kommt dann noch für ca. eine Stunde in den Kühlschrank, bis der Tortenguss ausgehärtet ist.


Insgesamt ist die Torte etwas zeitaufwändig, weil einige Arbeitsschritte nötig sind. Diese sind für sich genommen allerdings nicht besonders schwierig, so dass der Kuchen gelingen sollte. Und es lohnt sich allemal. Optisch fand ich die Torte sehr schön mit der leuchtenden Erdbeerschicht oben und geschmacklich ist sie ebenfalls top. Richtig fruchtig und cremig. Außerdem mag ich die Variante mit einem Mürbeteigboden unter dem Biskuit, geschmacklich, aber wie hier mit der Marmeladenschicht auch optisch. Es hat mich also nicht gewundert, dass nichts übrig geblieben ist.

Alles Liebe
Schokolia
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