Montag, 1. Oktober 2012

Schoko-Tartes


Das schlechte Gewissen überrollt mich - regelmässig, aber ich ducke mich weg. Meistens zumindest. Aber einen Monat ohne neuen Post ist definitiv zu lang! Und es ist auch nicht so, dass ich nicht mehr backe, die virtuelle Schublade mit Fotos quillt fast über, aber dann verschiebe ich das Bloggen von Tag zu Tag. Meine Gedanken sind woanders, vornehmlich bei meinem nun doch imposanten Bauch. Irgendwann im Oktober werden wir hoffentlich zu dritt sein, wir können also anfangen, die Tage zu zählen. Mittlerweile sind die Vorbereitungen auch ziemlich abgeschlossen, das Babyzimmer ist eingerichtet, die Kleidung gewaschen, der Kinderwagen steht bereit und vorgekochtes Essen ist in der Gefriertruhe. Von uns aus kann es also losgehen, mal abwarten, wie das Baby es sieht und wann es sich auf den Weg macht.
Vorher aber noch ein schokoladiges Rezept, das ich noch in einer Zeit gemacht habe, in der es Johannisbeeren gab. Damit ist es ja bis zum nächsten Sommer vorbei, aber die Schoko-Tartes kommen auch gut ohne Belag aus. Die Küchlein bestehen aus einem Mantel aus Schokoladenteig, der mit einer reichhaltigen Schokoladencreme gefüllt ist. Insgesamt sehr lecker und unbedingt zu empfehlen.


Für 12 Stück braucht ihr:
für den Teig
180g Mehl
20g Kakao
100g Zucker
1 Pr. Salz
1 Eigelb
125 weiche Butter oder Margarine

für die Füllung
300g Zartbitterkuvertüre
400g Schlagsahne
50g weiche Butter
50g Zucker
Vanille
1 Ei
1 Eiweiß

Als erstes wird die Kuvertüre gehackt, zur Seite gestellt und der Ofen auf 180°C (160°C Umluft) vorgeheizt. Für den Teig wird Mehl mit Kakao gemischt, die übrigen Zutaten werden zugefügt und mit den Knethaken zu einem glatten Teig verarbeitet. Der Teig wird in 12 gleich große Portionen geteilt, jedes Teil wird zu einer Kugel geformt und auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis mit ca. 10 cm Durchmesser flach gedrückt. Die Teigtaler werden in die gefetteten Mulden einer Muffinform gelegt, die Form kommt anschließend in den Kühlschrank.


Für die Füllung wird die Sahne in einem kleinen Topf bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt, den Topf dann von der Herdplatte nehmen und die gehackte Kuvertüre dazu geben. Unter Rühren wird die Kuvertüre geschmolzen. Während die Schokoladen-Sahne-Masse etwas abkühlt, wird in einer Schüssel die Butter schaumig gerührt, Zucker, Vanille, Ei und Eiweiß werden nach und nach dazu gegeben und untergerührt. Anschließend wird die Schokoladensahne langsam dazu gegeben und ebenfalls untergerührt. Die Füllung wird in die Teigmulden gegeben, anschließend wird alles zusammen etwa 35 Minuten gebacken.

Die Schoko-Tartes etwa 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig am Rand lösen und in der Form vollständig erkalten lassen. Danach nochmals lösen und aus der Form stürzen. 


Ich habe das erste Lösen der Tartes ausgelassen, musste dann aber feststellen, dass die Tartes trotz gut gefetteter Form ziemlich fest saßen, von daher würde ich beim nächsten Mal doch kurz nach dem Backen mit einem Messer am Rand entlang gehen und die Törtchen lösen. Außerdem hatte ich zu viel Füllung, die nicht in die Mulden passte, die habe ich einfach in Silikonmuffinförmchen gefüllt und alleine gebacken. Nach dem Erkalten ist die Füllung griffig genug, so dass man sie auch gut alleine essen kann und schmeckt einfach super.

Wer also Lust auf ein kleines, feines Schokoladenbömbchen hat, ist mit dem Rezept bestens beraten. Handliche Größe, einfach lecker und daher insgesamt eindeutig zum Nachbacken empfohlen.

Alles Liebe
Schokolia

Sonntag, 2. September 2012

Pflaumen-Crumble mit Vanillesauce


Dieses Wochenende hatten wir Besuch von einem lieben Freund und so haben wir gestern keine Kosten und Mühen gescheut, ein gemütliches Essen auf den Tisch zu bringen. Neben Salat und Lasagne (das Rezept kann ich nur empfehlen, wobei wir es mit vegetarischem Sojahack statt Hackfleisch gemacht haben) gab es Pflaumen-Crumble mit Vanillesauce.
Ein Crumble ist ein super Nachtisch, den man gut vorbereiten kann und der Obst und Kuchen im richtigen Verhältnis zueinander bringt.
Für 6 Personen braucht ihr entsprechendes Obst (ich habe ca. 30 Pflaumen genommen, es geht genauso mit Aprikosen, Nektarinen oder Äpfeln), ca. 160g Zucker, nach Belieben Zimt, 200g Mehl und 120g Butter.
Das Obst wird gewaschen, klein geschnitten und mit 40g Zucker sowie ggf. Vanille oder Zimt vermischt. Die Fruchtstücke kommen anschließend in eine gefettete Auflaufform. Aus den restlichen Zutaten werden Streusel geknetet, die über die Obststücke gegeben werden.
 

Im Ofen bei 160°C Umluft wird daraus in 30 Minuten ein knuspriges Dessert mit wunderbar saftigen Fruchtstücken. Einfach lecker und wirklich unaufwändig.
Wer es noch etwas pimpen will, kann eine Vanillesauce dazu kochen, z.B. nach dem Rezept.
Unsere Freunde waren mit unseren Kochkünsten sehr zufrieden und es ist alles restlos aufgegessen worden, was will man mehr ...

Alles Liebe
Schokolia

Sonntag, 19. August 2012

Lemon Bars, zweiter Versuch


Ich habe euch hier von meinem ersten Versuch der Lemon Bars berichtet, der nicht ganz erfolgreich war. Natürlich hat mir das Rezept aber keine Ruhe gelassen und so habe ich letztens für eine Party einen neuen Versuch gestartet. Diesmal in einer geschlossenen Form, sicher ist sicher. Und was soll ich sagen? Alles lief total reibungslos und die Lemon Bars sind einfach köstlich. Die Zitrone kommt intensiv durch und macht das ganze sehr fruchtig, die Butter sorgt dann im Nachgang für den runden Abschluss. Beides zusammen ergibt bei mir den direkten Impuls "Mehr!!".

Hier ist das Rezept für eine Form mit den ungefähren Maßen 33x23x5 cm:

Für den Shortbreadboden:
290g Mehl
70g Zucker
etwas Salz
230g Butter
2 TL abgeriebene Zitronenschale

Für die Zitronenmasse:
210g Zucker
3 Eier
100 ml frisch gepressten Zitronensaft (entspricht je nach Größe 3-4 Zitronen)
3 TL abgeriebene Zitronenschale


Der Ofen wird auf 170°C bzw. 160°C Umluft vorgeheizt.
Für den Mürbeteig werden Mehl, Zucker, Salz, Butter und abgeriebene Zitronenschale mit den Knethaken des Rührgeräts verknetet, bis der Teig krümelig wird. Mit den Händen wird der Teig dann fertig geknetet, bis er geschmeidig ist und gleichmässig in der Backform verteilt. Die Backform sollte vorher mit Backpapier ausgelegt werden.
Das Ganze wird ca. 20 Minuten gebacken, bis der Teig anfängt, Farbe anzunehmen und leicht golden wird. Der Ofen bleibt an, der Teig kommt dann erstmal wieder raus.


Für den Guss werden alle Zutaten mit einem Schneebesen gründlich verrührt und auf den vorgebackenen Boden gegeben. Der Kuchen wird dann für weitere 20 Minuten gebacken, bis die Ränder goldbraun werden und der Guss angezogen hat. Anschließend komplett auskühlen lassen und mehrere Stunden bzw. eine Nacht in den Kühlschrank stellen, damit sich alles setzen kann.
Erst wenn der Kuchen komplett durchgekühlt ist in Riegel schneiden und genießen.  


Die Lemon Bars kann man super vorbereiten und gut mitnehmen, bei mir werden sie daher einen festen Platz in der "irgendwas mitbringen, das unkompliziert, aber doch irgendwie anders ist"-Kategorie bekommen.

Alles Liebe
Schokolia


P.S. Ich bin ja froh, dass ich die schon vor einer Weile gebacken habe, denn dieses Wochenende bleibt der Ofen bei mir definitiv kalt. Puh, Sommer ist ja schön, aber muss der immer gleich so warm sein? Was macht ihr so bei dem heißen Wetter?
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