Samstag, 14. August 2010

Eismuffins


Ich habe letztens ja schon berichtet, dass ich einen Geburtstagskuchen für den Neffen meiner Freundin gemacht habe. Ich war mir auf einmal nicht mehr sicher, ob der Kuchen ausreichen würde und habe kurzentschlossen noch einige kleine Muffins nach diesem Rezept gemacht. Diese habe ich allerdings in kleinen Waffelbechern gebacken, die eigentlich für Eis oder Eierlikör gedacht sind. Die Becher befüllt man am besten, indem man den Teig in einen Einfrierbeutel füllt und eine Ecke abschneidet. So hat man einen prima Spritzbeutel, mit dem man den Teig sauber und schnell in kleine Förmchen bekommt.
Sieht prima aus, oder? Leider nur vor dem Backen, denn dies ist definitiv zu viel Teig für die kleinen Förmchen. Nach dem Backen hatte ich lauter kleine Waffelbecher mit französischen Baskenmützen:

 
Obowhl es sicherlich chamante kleine Muffins sind, waren sie für meine Idee nicht wirklich geeignet, weil ich gerne kleine Eismuffins machen wollte.
Der nächste Versuch hat dann auch besser geklappt, hier sind die Waffeln so, wie sie sein sollen. 


Dafür habe ich die Waffelbecher nur halb mit Teig gefüllt. Ich glaube, wenn man beim Füllen denkt "Das ist zu wenig, das kann nie eine schöne Rundung bekommen" ist es richtig. Sobald man denkt "das ist genug Teig, so bekommen die Muffins bestimmt eine schöne Krone" ist es zu viel und läuft über. Mir geht es zumindet immer so. Leider ist meine Lernkurve in dem Bereich eher flach, scheint mir. Zumindest passiert es mir regelmässig, dass ich die Muffinförmchen zu voll mache, sie überlaufen und ich hinterher denke "Komisch, beim Füllen hatte ich noch den Eindruck, es wäre genau die richtige Teigmenge für eine schöne Krone - war das nicht letztens auch schon so?!". Naja, vielleicht muss man sich auch einfach damit abfinden, dass man in bestimmten Bereichen nicht mehr in der Lage ist, dazu zu lernen. Gut dass ich schon im Kindergarten richtig gelernt habe, wie man eine Schleife bindet, ich mag mir gar nicht vorlstellen, wie ein Leben nur mit Slippern und Schuhen mit Klettverschlüssen aussähe.

Die fertigen Muffins habe ich in Glasur getaucht und anschließend mit Zuckerstreuseln verziert. Wie findet ihr sie? Sind das nicht putzige kleine Eistüten?


Ich kann mich gar nicht satt sehen ...

 
Alles Liebe
Schokolia

 

Samstag, 7. August 2010

Ja, ist denn schon Weih ... äh ... Ostern?


Wenn man sich im Internet ein bißchen zum Thema Kuchen backen und dekorieren usw. umsieht, stösst man unweigerlich auch auf Seiten mit Motivtorten und Modellierungen und solchen Sachen. Von daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich auch das erste Mal an Fondant wage.
Fondant ist eine Masse, die aus Zucker, Glukosesirup und Eiweiß hergestellt wird. Sie ist - wie sollte es bei den Zutaten anders sein - zuckersüß und eignet sich gut zum Übrziehen von Torten. Allerdings braucht man dafür ein bißchen Übung, wie man an den Fotos meines ersten Versuchs sehen kann. Der Fondant wird in unterschiedlichen Konsistenzen hergestellt, der einfache Rollfondant ist der weicheste und kann mitgegessen werden. Um Figuren wie z.B. den Hasen auf dem Kuchen zu modellieren, wird Fondant benötigt, der nach dem Trocknen richtig hart wird. Dieser ist zwar theoretisch immer noch essbar, allerdings wird dies wahrscheinlich keiner machen, weil die Figuren steinhart werden. Bis dies soweit ist, dauert es jedoch ein paar Tage. Zumindest hatte ich bei dem Hasen auch nach drei oder vier Tagen noch das Gefühl, dass er leicht nachgibt, wenn ich ihn fester gedrückt habe. Dies wird dann nach und nach weniger.


Wenn man Blüten modellieren möchte, benötigt man Fondant mit der größten Festigkeit. Dieser wird als Blütenpaste bezeichnet.
Ich habe meinen Rollfondant selber nach diesem Rezept hergestellt. Die Blütenpaste habe ich ebenfalls selber nach einem Rezept der Tortentante hergestellt. Modellierfondant wird dann durch eine Mischung aus 50% Rollfondant und 50% Blütenpaste gemacht. In die Blütenpaste muss CMC, wobei ich einfach dieses Kukident genommen habe. Das hat prima funktioniert. Leider bekommt man das Haftpulver nur bei Schlecker, weder bei dm noch bei Rossmann habe ich es gefunden. Grundsätzlich boykottiere ich Schlecker, aber in dem Fall hatte ich leider keine Alternative.
Nachdem ich den Fondant und die Blütenpaste hergestellt habe, habe ich beides zunächst über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Abend habe ich eine Mischung von Rollfondant und Blütenpast hergestellt und diese nach und nach in den benötigten Farben eingefärbt.
Eine Anleitung für die Modellierung des Hasen findet man in dem Motivtorten-Buch. Für jeden, der sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, ist dies sicher ein empfehlenswertes Buch.


Mit Hilfe der Anleitungen in dem Buch war die Modellierung auch recht einfach und hat gleich beim ersten Versuch gut geklappt.
Den Hasen habe ich über Nacht trocknen lassen. Abends habe ich dann noch einen kleinen Kuchen aus Trüffelmasse gemacht. Dafür habe ich die Trüffelmasse einfach in einen kleinen Topf gedrückt, den ich vorher mit Frischhaltefolie ausgelegt habe. Den habe ich auch über Nacht im Kühlschrank richtig fest werde lassen.
Am nächsten Morgen habe ich den Boden einer Springform mit grünem Fondant ausgelegt und den Trüffelmassekuchen, den ich ebenfalls schon mit Fondant überzogen habe, darauf gesetzt. 

 
Dann noch die Blumen auf den Rand und den Hasen auf den Kuchen gesetzt.
Der Boden der Springform ist zwar nicht ideal, weil man die Dimples sehen kann, aber ein richtiges Cakeboard habe ich nicht. 

Und ich finde, der Hase guckt ganz putzig auf seinem grünen Hut, findet ihr nicht? Für den ersten Versuch bin ich sehr zufrieden ...

Alles Liebe
Schokolia


P.S. Seitdem wir den Kuchen gegessen haben sitzt der Hase auf meinem Schreibtisch und hält sein Ohr ganz neugierig vor den Lautsprecher des PCs. Ich glaube, er mag Hörspiele genauso gern wie ich :-)

Samstag, 31. Juli 2010

Bananen-Cupcakes


Die Freundin meines Bruders hat uns alle zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Weil sie leider etwas angeschlagen ist, hat sie uns gebeten, Kuchen mitzubringen. Da ich sowieso noch ein Rezept für Bananenrührkuchen ausprobieren wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt und Cupcakes aus dem Teig gemacht. Das Rezept habe ich aus dem Forum Torten-Talk, in dem man immer viele interessante Rezpete, Tips und Tricks rund ums Backen bekommen kann.

Während die Muffins im Ofen waren, habe ich die Ganache vorbereitet. Die Schokolade habe ich schon vorher gehackt, während mein Schatz noch unterwegs war um ein paar Zutaten zu besorgen. Ich habe die gleiche Menge Sahne und Schokolade genommen, weil ich eine mittelfeste Ganache haben wollte.


Wie der genaue Vorgang der Ganacheherstellung abläuft, ist eine Philosophie für sich. Zum einen gibt es unterschiedlichen Meinungen darüber, ob die Sahne kochen soll oder nicht. Manche meinen, die Sahne darf nicht kochen, andere sind der Auffassung, dass ein kurzes Aufkochen Keime in der Sahne abtötet und deshalb sinnvoll ist. Weiterhin gibt es geteilte Meinungen darüber, ob die kochende Sahne über die Schokolade gegossen werden soll oder ob die gehackte Schokolade in die Sahne gegeben werden kann. Manche geben die Schokolade in die Sahne, um eine Schüssel weniger schmutzig zu machen. Ich habe allerdings häufiger gelesen, dass man dies gerade nicht machen soll, leider aber immer ohne eine Erklärung. Wenn jemand von euch weiß, warum die Sahne über die Schokolade soll und nicht umgekehrt, würde ich mich über eine Mail oder einen Kommentar freuen. Ich habe die Sahne jedenfalls kurz aufgekocht und dann über die Schokolade gegossen. 


Dies lässt man dann zwei bis drei Minuten stehen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Wenn man jetzt umrührt, erhält man recht schnell eine glatte und geschmeidige Masse, die noch ziemlich dünnflüssig ist. Jetzt kann man die sehr weiche, fast flüssige Butter dazu geben und alles wieder glatt rühren.

So, leider ist jetzt Geduld gefragt, denn die Ganache muss nun abkühlen. 

Die Muffins sind inzwischen natürlich auch schon fertig und warten auf ihre leckere Schokoladenhaube.
Nachdem ich alle fünf Minuten in der Küche nachgesehen habe, wie der Zustand gerade ist, weil ich den richtigen Moment nicht verpassen wollte, hatte ich allerdings die Nase voll, denn die Ganache war immer noch ziemlich flüssig, um nicht zu sagen, nahezu unverändert. Ich habe die harten Geschütze aufgefahren und die Masse in den Kühlschrank gestellt. Nach einer halben Stunde ungefähr war die Ganache genau richtig, um auf die Muffins gegeben zu werden. Noch sehr geschmeidig und dickflüssig, aber schon so fest, dass sie nicht einfach runtergelaufen ist.
Ich habe Ganache aus 200g Schokolade, 200g Sahne und 40g Butter gemacht und die Menge hat für die 30 Muffins gut ausgereicht.



Sieht doch schon ziemlich lecker aus, oder?
Und ich kann euch sagen, es riecht mal wieder ... umwerfend. Die Muffins duften nach Bananen und Zimt und dazu kommt noch der schokoladige Geruch der Ganache. Kurzzeitig habe ich überlegt, mit dem Kopf im Kühlschrank zu schlafen. Das wäre sicher nicht besonders bequem gewesen und vielleicht auch irgendwann kalt an den Ohren, aber nach diesen Versuchsergebnissen hätte ich bestimmt einen schönen Traum gehabt.
Ich würde euch gerne etwas von dem Duft durch das Netz schicken, aber da das ja leider nicht geht, hier noch ein paar Bilder von den kleinen Köstlichkeiten.



Für den Geburtstagstisch noch ein paar lustige Picker ...


Ich hoffe, den anderen schmecken die Cupcakes genauso gut wie mir. Der erste musste natürlich gleich dran glauben, nachdem die Ganache fest war und ich bin immer noch ganz hin und weg. Die Geburtstagsparty nachher kann ich daher kaum noch abwarten.

Alles Liebe
Schokolia
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