Dienstag, 17. August 2010

Zebra-Käsekuchen


Ich habe ein Käsekuchenrezept, das ich schon ganz oft gemacht habe und das mir immer wieder gut gefällt. Ich habe es schon mit verschiedenem Obst gemacht, mal mit und mal ohne oder auch mal mit nur Rosinen. Ich mag dieses Rezept, weil es so wandelbar ist und außerdem ohne Boden gebacken wird. Dadurch ist der Kuchen schnell gemacht, praktisch, wenn es schnell gehen soll. 

Hier könnt ihr nochmal sehen, wie ich eine Springform mit Backpapier auslege.



Das geht schnell und die Form bleibt ziemlich sauber. Vor allem aber läuft kein Teig oder Füllung in die Rille der Springform, das finde ich sehr praktisch an dieser Methode.

Jetzt habe ich gedacht, ich versuche dieses Rezept mal als Zebrakuchen. Ein Zebrakuchen entsteht dadurch, dass man in einen Teil des Teiges Kakao gibt, im Grunde wie bei einem Marmorkuchen.


Die beiden Teigsorten gibt man nacheinander in die Form, wobei man den Teig immer in die Mitte der Form gießt. Das Ganze sieht dann ungefähr so aus:


Durch das abwechselnde Einfüllen des Teiges verschieben sich nach und nach die Schichten nach außen und im Ergebnis hat man einen Kuchen in Zebra-Optik.

 
Sieht lecker aus, oder?

Ich glaube allerdings, ich hätte etwas mehr Zucker in den dunklen Teig geben können, durch den Kakao ist der doch recht herb geworden. Und obwohl ich grundsätzlich von Schokolade gar nicht genug bekommen kann, ist Schoko-Käsekuchen doch nicht ganz mein Ding, glaube ich. Aber das ist ja, wie so vieles, Geschmacksache.

Alles Liebe
Schokolia
 

Samstag, 14. August 2010

Eismuffins


Ich habe letztens ja schon berichtet, dass ich einen Geburtstagskuchen für den Neffen meiner Freundin gemacht habe. Ich war mir auf einmal nicht mehr sicher, ob der Kuchen ausreichen würde und habe kurzentschlossen noch einige kleine Muffins nach diesem Rezept gemacht. Diese habe ich allerdings in kleinen Waffelbechern gebacken, die eigentlich für Eis oder Eierlikör gedacht sind. Die Becher befüllt man am besten, indem man den Teig in einen Einfrierbeutel füllt und eine Ecke abschneidet. So hat man einen prima Spritzbeutel, mit dem man den Teig sauber und schnell in kleine Förmchen bekommt.
Sieht prima aus, oder? Leider nur vor dem Backen, denn dies ist definitiv zu viel Teig für die kleinen Förmchen. Nach dem Backen hatte ich lauter kleine Waffelbecher mit französischen Baskenmützen:

 
Obowhl es sicherlich chamante kleine Muffins sind, waren sie für meine Idee nicht wirklich geeignet, weil ich gerne kleine Eismuffins machen wollte.
Der nächste Versuch hat dann auch besser geklappt, hier sind die Waffeln so, wie sie sein sollen. 


Dafür habe ich die Waffelbecher nur halb mit Teig gefüllt. Ich glaube, wenn man beim Füllen denkt "Das ist zu wenig, das kann nie eine schöne Rundung bekommen" ist es richtig. Sobald man denkt "das ist genug Teig, so bekommen die Muffins bestimmt eine schöne Krone" ist es zu viel und läuft über. Mir geht es zumindet immer so. Leider ist meine Lernkurve in dem Bereich eher flach, scheint mir. Zumindest passiert es mir regelmässig, dass ich die Muffinförmchen zu voll mache, sie überlaufen und ich hinterher denke "Komisch, beim Füllen hatte ich noch den Eindruck, es wäre genau die richtige Teigmenge für eine schöne Krone - war das nicht letztens auch schon so?!". Naja, vielleicht muss man sich auch einfach damit abfinden, dass man in bestimmten Bereichen nicht mehr in der Lage ist, dazu zu lernen. Gut dass ich schon im Kindergarten richtig gelernt habe, wie man eine Schleife bindet, ich mag mir gar nicht vorlstellen, wie ein Leben nur mit Slippern und Schuhen mit Klettverschlüssen aussähe.

Die fertigen Muffins habe ich in Glasur getaucht und anschließend mit Zuckerstreuseln verziert. Wie findet ihr sie? Sind das nicht putzige kleine Eistüten?


Ich kann mich gar nicht satt sehen ...

 
Alles Liebe
Schokolia

 

Samstag, 7. August 2010

Ja, ist denn schon Weih ... äh ... Ostern?


Wenn man sich im Internet ein bißchen zum Thema Kuchen backen und dekorieren usw. umsieht, stösst man unweigerlich auch auf Seiten mit Motivtorten und Modellierungen und solchen Sachen. Von daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich auch das erste Mal an Fondant wage.
Fondant ist eine Masse, die aus Zucker, Glukosesirup und Eiweiß hergestellt wird. Sie ist - wie sollte es bei den Zutaten anders sein - zuckersüß und eignet sich gut zum Übrziehen von Torten. Allerdings braucht man dafür ein bißchen Übung, wie man an den Fotos meines ersten Versuchs sehen kann. Der Fondant wird in unterschiedlichen Konsistenzen hergestellt, der einfache Rollfondant ist der weicheste und kann mitgegessen werden. Um Figuren wie z.B. den Hasen auf dem Kuchen zu modellieren, wird Fondant benötigt, der nach dem Trocknen richtig hart wird. Dieser ist zwar theoretisch immer noch essbar, allerdings wird dies wahrscheinlich keiner machen, weil die Figuren steinhart werden. Bis dies soweit ist, dauert es jedoch ein paar Tage. Zumindest hatte ich bei dem Hasen auch nach drei oder vier Tagen noch das Gefühl, dass er leicht nachgibt, wenn ich ihn fester gedrückt habe. Dies wird dann nach und nach weniger.


Wenn man Blüten modellieren möchte, benötigt man Fondant mit der größten Festigkeit. Dieser wird als Blütenpaste bezeichnet.
Ich habe meinen Rollfondant selber nach diesem Rezept hergestellt. Die Blütenpaste habe ich ebenfalls selber nach einem Rezept der Tortentante hergestellt. Modellierfondant wird dann durch eine Mischung aus 50% Rollfondant und 50% Blütenpaste gemacht. In die Blütenpaste muss CMC, wobei ich einfach dieses Kukident genommen habe. Das hat prima funktioniert. Leider bekommt man das Haftpulver nur bei Schlecker, weder bei dm noch bei Rossmann habe ich es gefunden. Grundsätzlich boykottiere ich Schlecker, aber in dem Fall hatte ich leider keine Alternative.
Nachdem ich den Fondant und die Blütenpaste hergestellt habe, habe ich beides zunächst über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Abend habe ich eine Mischung von Rollfondant und Blütenpast hergestellt und diese nach und nach in den benötigten Farben eingefärbt.
Eine Anleitung für die Modellierung des Hasen findet man in dem Motivtorten-Buch. Für jeden, der sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, ist dies sicher ein empfehlenswertes Buch.


Mit Hilfe der Anleitungen in dem Buch war die Modellierung auch recht einfach und hat gleich beim ersten Versuch gut geklappt.
Den Hasen habe ich über Nacht trocknen lassen. Abends habe ich dann noch einen kleinen Kuchen aus Trüffelmasse gemacht. Dafür habe ich die Trüffelmasse einfach in einen kleinen Topf gedrückt, den ich vorher mit Frischhaltefolie ausgelegt habe. Den habe ich auch über Nacht im Kühlschrank richtig fest werde lassen.
Am nächsten Morgen habe ich den Boden einer Springform mit grünem Fondant ausgelegt und den Trüffelmassekuchen, den ich ebenfalls schon mit Fondant überzogen habe, darauf gesetzt. 

 
Dann noch die Blumen auf den Rand und den Hasen auf den Kuchen gesetzt.
Der Boden der Springform ist zwar nicht ideal, weil man die Dimples sehen kann, aber ein richtiges Cakeboard habe ich nicht. 

Und ich finde, der Hase guckt ganz putzig auf seinem grünen Hut, findet ihr nicht? Für den ersten Versuch bin ich sehr zufrieden ...

Alles Liebe
Schokolia


P.S. Seitdem wir den Kuchen gegessen haben sitzt der Hase auf meinem Schreibtisch und hält sein Ohr ganz neugierig vor den Lautsprecher des PCs. Ich glaube, er mag Hörspiele genauso gern wie ich :-)
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