Montag, 19. Juli 2010

All you need is ...


... love. Das ist so eine Floskel, die sicher jeder kennt,  die ihr aber, wenn ihr so ähnlich seid wie ich, nicht permanent als Mantra vor euch hinmurmelt oder als Leitsatz auf dem Badezimmerspiegel stehen habt. Umso schöner ist es daher, wenn man mal wieder mit der Nase drauf gestossen wird. Mir ist das letztens passiert und zwar durch das relativ unerwartete Empfangen eines Amazonpäckchens. Relativ deswegen, weil es im Vorfeld eine kleine Verwechslung der Adressen gegeben hat und ich für die gelungene Überraschung noch schnell meine Adresse nachreichen musste. Das hat dem Ganzen aber keinen Abbruch getan, ich habe mich einfach in selektiver Amnesie geübt und ausgeblendet, dass ich ja im Grunde schon wusste, dass ein Amazonpäckchen kommen wird.
Ich bin also von einem Buch "überrascht" worden, das mir Freunde von uns geschickt haben, nachdem wir neulich darüber gesprochen haben. Aber statt mir einfach den Link zu senden, kam gleich das ganze Buch. Ist das nicht nett?
Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil es sich vollkommen anders anfühlt, als wenn sie nur den Link gemailt hätten. Ich finde, solche kleinen Gesten der Freundschaft machen ein schönes warmes Gefühl im Bauch, weil ich weiß, dass jemand an mich gedacht hat und mir eine Freude machen möchte. Das muss ich mir unbedingt merken ... mehr Bücher an Leute schicken, die sie nicht erwarten.
Ein Buch zurück zu schicken wäre allerdings in diesem Fall vielleicht ein bißchen einfallslos gewesen. Ich habe mich statt dessen für einige Kekse entschieden und mir einen schönen Abend mit einem Klumpen Teig und einer Schüssel Royal Icing gemacht.

Diese Kekse habe ich gemacht:


Unsere Freundin ist gerade guter Hoffnung, wie man irgendwann mal so schön gesagt hat, deswegen habe ich die Chili gemacht. Schwangere sind, soweit ich gehört habe, in dem Punkt ja wankelmütig und ich wollte ihr eine Alternative bieten, falls sie keine Lust auf eine süße Erdbeere oder ein Eis hat.

Wer den Blog schon länger, in dem Fall von Anfang an verfolgt, der hat im allerersten Beitrag meinen ersten Versuch mit  Royal Icing gesehen. Ich muss sagen, diesmal hat es bedeutend besser geklappt, weil ich die unterschiedlichen Konsistenzen für die äußeren Linien und die Füllung der Flächen besser hinbekommen habe. Allerdings habe ich auch gleich gelernt, dass es ziemlich lange dauert, wenn man einige Farben anmischen will.

So sahen die Kekse dann nach der ersten Runde aus:


Die Dekoration mit Royal Icing funktioniert nach dem Prinzip, dass man zunächst mit einer festeren Konsistenz die Umrandungen "malt" und diese dann, nachdem der Guss angetrocknet ist, mit Icing in flüssigerer Konsistenz ausfüllt. 


Es gibt ziemlich viele Anleitungen im Netz für den Umgang und die Herstellung von Icing, hier lohnt sich auf jeden Fall auch ein Blick auf youtube.com. Ich finde diese Anleitung ganz hilfreich. Ach ja, das Icing habe ich diesmal mit Eiweißpulver gemacht, um die Gefahr von Salmonellen auszuschließen. Das ist in der Schwangerschaft ja nicht so empfehlenswert.

Dies ist am Ende aus den Keksen geworden:


Ich hoffe, die Beschenkten haben sich genauso gefreut wie ich ...


Alles Liebe
Schokolia

Samstag, 17. Juli 2010

Ich bin im Schokoladenhimmel ...


Diese Kekse sind so, so, ich weiß selber noch gar nicht, wie ich es am besten beschreiben soll. Im Moment erhole ich mich aber auch noch vom Schokoladenflash, den die Kekse verursachen. Wobei, Kekse ist eigentlich nicht das richtige Wort, denn dafür sind sie eigentlich zu chewy, also zu weich und zäh. Wobei auch zäh nicht ganz das richtige Wort ist, weil es irgendwie negativ klingt, was in diesem Zusammenhang jedoch vollkommen falsch ist. 
Hm, ich glaube, am besten werden die Kekse mit folgender Beschreibung getroffen: Chewy Chocolate Cookies. Ach, so ein Zufall, fast so heißt ja auch das Rezept.
Ich habe gerade mal ein bisschen gegoogelt, wie man chewy am besten übersetzen kann und bin auf interessante Diskussionen im leo.org-Forum gestossen, die aber auch keine Lösung parat haben. Es scheint sich hierbei um ein Wort zu handeln, das es in dieser Bedeutung im Deutschen nicht gibt. Schade eigentlich und ich frage mich, woher das kommt. Liegt es daran, dass wir unsere Kekse immer durchbacken, bis sie knusprig und knackig sind und dass wir das auch schon immer gemacht haben? Brauchten wir bisher kein Wort für nicht ganz durchgebackene, ein bißchen zähe, weiche und vielleicht auch an manchen Stellen pappige Gebäckstücke?
Jetzt frage ich mich, würdest Du einen Keks kaufen, der mit diesem Satz beworben würde? Ohne ihn zu sehen, sicher nicht und auch dann wahrscheinlich eher mit einem komischen Gefühl, oder? Es klingt einfach nicht so lecker wie chewy. So, damit bin ich für diesen Post mit der Linguistik aber auch durch *puh*. Naja, manches muss man sich auch einfach erst verdienen.

Diese Kekse allerdings machen von Anfang an Spaß. Das liegt vor allem an der gehackten Schokolade, die in den Teig kommt. Um sie später gleich griffbereit zu haben, macht es Sinn, die Schokolade als erstes zu hacken. Wenn man das gemacht hat, riecht die Küche schon ganz wunderbar nach Schokolade und das hört auch eigentlich die nächsten Stunden nicht mehr auf, denn es geht gleich mit dem anderen Teil Schokolade weiter, der geschmolzen in den Teig kommt. Und, ganz ehrlich, wer würde nicht am liebsten so einen Löffel ablecken?

Ich habs natürlich nicht gemacht, bzw. erst am Schluss, Schüsselchen auslecken sozusagen. Ein Foto davon gibt es aber leider nicht ...
Der Teig sieht anschließend so aus:


Nicht, schlecht oder? Allerdings kommt die Krönung noch, denn jetzt wird die gehackte Schokolade unter den Teig gehoben.


Anschließend werden kleine Häufchen auf dem Backblech verteilt. Abstand halten schadet hierbei nicht, denn beim Backen laufen die Kekse noch auseinander. Wichtig ist es hier auch, die Backzeit einzuhalten und nicht länger zu backen, sonst ist der "chewy-Effekt" nämlich weg. Wer es lieber knusprig mag, der kann natürlich einfach einige Minuten länger warten.

Nach ein paar Minuten kann man die Kekse auch vom Backpapier lösen, ganz frisch gehen sie noch nicht ab, weil sie zu weich sind. So sehen sie fertig aus:

Hier geht das olfaktorische Erlebnis in die zweite Runde, denn die fertigen Cookies riechen einfach himmlisch. Und wer die Kekse in einer Dose aufbewahrt, kann diesen Duft jedes Mal wieder neu riechen, wenn die Dose aufgemacht wird. Meine Keksdose hat noch einen Tag nachdem die Kekse leer waren danach gerochen. Köstlich ...
Eine kleine Bemerkung möchte ich an dieser Stelle aber noch zur Haltbarkeit machen. Da die Kekse ziemlich feucht bleiben, halten sie sich nicht so lange, wie "normale" Plätzchen. Ob kühl stellen hilft, konnte ich nicht ausprobieren, so lange haben die Kekse bei uns nicht durchgehalten. Und Schokolade und Kühlung veträgt sich grundsätzlich eher nicht so gut, aber auch das ist ja Geschmacksache.
Und obwohl die Kekse total lecker sind, müssen sie natürlich nicht immer im Mittelpunkt stehen.
  
Und zusammen mit einem Glas Milch hat man gleich eine gesunde und vollwertige Mahlzeit mit viel Calcium und, äh, naja, Fett und Zucker, aber ich habe mal irgendwo gelesen, dass Calcium sowieso besser von Fett als von Wasser gelöst wird. Wo war das denn noch? Ach, ich weiß, auf www.esstmehrschokolade.de.

Alles Liebe
Schokolia


Samstag, 10. Juli 2010

Das Schönste im Sommer - Erdbeertörtchen


Was wäre der Sommer ohne Erdbeeren? Ich mag die Zeit, in der die Erdbeeren wirklich gut schmecken. Ich kaufe die nie so früh im Jahr, sondern erst, wenn sie auch wirklich schön süß und aromatisch sind. Leider halten sie ja nicht so lange sondern müssen taggleich oder spätestens am kommenden Tag verbraucht werden.
Nachdem ich mir vor einiger Zeit Torteletteförmchen gekauft habe, habe ich nur auf eine Gelegenheit gewartet, die auszuprobieren. Was bietet sich da besser an als kleine Erdbeertörtchen? In meiner Vorfreude waren die Augen allerdings größer als die Torteletteform und ich habe zwei statt einem Päckchen Erdbeeren (500g) gekauft, weil ich keine Ahnung hatte, wie viele Erdbeeren ich brauchen würde. Ziemlich schnell hat sich jedoch gezeigt, dass ich viel zu viele Erdbeeren gekauft habe, um sie alle auf kleine Torteletteböden zu legen, selbst wenn ich nach dem bewährten Prinzip verfahre: eine auf den Obstboden, eine in den Mund. Die Böden habe ich nach diesem Rezept gemacht. Das Rezept ist total einfach und die Böden schmecken sehr gut. Auch am nächsten Tag war noch nichts durchgeweicht, daher kann ich das Rezept nur empfehlen. Natürlich habe ich die Förmchen mit Fett eingepinselt und mit Paniermehl bestreut, so ging aber auch alles recht problemlos aus der Form.


Um alle Früchte zu verwerten habe ich daraus eine Creme gemacht, indem ich die Beeren püriert und anschließend einen Pudding davon gekocht habe. Dafür habe ich das Erdbeermus aufgekocht und Puddingpulver, das ich vorher mit Milch angerührt habe, dazu gegeben. Im Ergebnis ist eine total fruchtige Creme entstanden. Allerdings muss man schnell rühren, wenn man den Pudding zum Erdmeermus gibt, da es direkt nach dem Zugeben auch anfängt zu binden. Ich hatte trotz zügigem Unterrühren einige kleine Klümpchen in der Creme, die mich aber nicht weiter gestört haben. Wer dies nicht so mag, sollte vielleicht weniger Mus nehmen und statt dessen einen Teil Milch. Ich habe auf jeden Fall die Creme zuerst auf den Tortelettes verteilt, diese dann mit Erdbeeren belegt und anschließend noch eine Cremehaube aufgespritzt. Sieht doch ganz appetitlich aus, oder?




Ich fand es sehr sommerlich fruchtig und kann diese Form von Obstkuchen nur empfehlen.
Alles Liebe
Schokolia
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