Mittwoch, 17. August 2011

Hi-Hat Mini Cupcakes oder Geburstag, vierter Teil


Ich habe ja schon ausführlich vom Geburtstag meines Vaters bzw. unserem Geschenk dazu berichtet, aber damit ist noch lange nicht Schluss. Neben dem Geschenk habe ich natürlich auch einen Beitrag zum Buffet geliefert und weil meine Mutter total (und ich meine: totaaal!!) auf Schaumküsse steht, hat sie sich natürlich welche gewünscht. Ich habe das erste Mal normal große Hi-Hat Muffins gemacht, als wir meine Eltern zum Kaffetrinken eingeladen haben und meine Mutter hat sich spontan verliebt, glaube ich. Schaumkuss auf Kuchen, was soll es noch besseres geben?
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn als ich danach Hi-Hat Mini Muffins mitgebracht habe, war klar: besser als Schaumkuss auf Kuchen ist nur noch Schaumkuss auf Kuchen in handlicherer Größe.
Dies war also der erste von zwei Beiträgen zum Dessertangebot.
Und weil ich die kleinen Leckerchen auch immer wieder niedlich finde, seht ihr sie nochmal, obwohl ich sie schon einmal gepostet habe. Dafür werde ich mir dieses Mal Mühe geben, bessere Mengenangabe zu machen als im letzten Post, weil ich genauer aufgepasst habe.


Also, los geht es natürlich mit Waffelbechern, bei mir werden es ungefähr 32. Die Becher sind jeweils zu acht verpackt, daher die krumme Zahl. Ich habe für den Teig dieses Rezept genommen und die einfache Menge gemacht, weil ich es schwierig finde, abzuschätzen, wieviel Teig wirklich gebraucht wird. Naja, Ende vom Lied war, dass ich neben den 32 Becherchen auch noch 12 Muffins hatte - seltsam, da das Rezept an sich ja nur für 12 ausgelegt ist. Aber egal, Muffins wird man ja immer irgendwie los, vor allem, wenn sie so lecker schokoladig sind wie diese.


Den Teig habe ich in einen Spritzbeutel gefüllt und damit immer einen kleinen Klecks in die Waffelhörnchen gegeben, das geht einfach, schnell und ohne Schweinerei. Wichtig ist, den Becher nicht zu  voll zu machen, damit nicht sowas hier dabei rauskommt. Ich nehme für Mini-Hi-Hats extra wenig Teig, damit noch genug Platz für die Schaummasse bleibt.
Ich finde, so ist das Verhältnis genau richtig:


Für die Schaumfüllung werden 260g Zucker mit zwei großen Eiweiß, 1/6 TL Natron und 40 ml Wasser ca. eine Minute aufgeschlagen, dann wird die Schüssel auf einen Topf mit simmerndem Wasser gesetzt und die Eiweiß-Zucker-Mischung wird weitere 12 Minuten geschlagen. Hierbei wird die Masse voluminöser und deutlich fester in der Konsistenz. Nach der Zeit wird 2/3 TL Vanille dazu gegeben und weitere 2 Minuten geschlagen, alles auf höchster Stufe. 


Kurz bevor das Rührgerät endgültig anfängt zu qualmen kann man aber aufhören, denn jetzt ist das Topping endlich fertig.
Die Originalanleitung von Martha Stewart findet ihr hier, ich habe die Menge auf 2/3 reduziert, dies hat für 29 Waffelbecher gereicht, wobei ich den Schaum recht großzügig aufgespritzt habe. Allerdings wird es beim Tauchen in die Schokolade auch etwas gestaucht, so dass man die Haube nicht zu klein spritzen sollte.
Die Mini-Hi-Hats sehen jetzt so aus, während sie auf ich Bad in flüssiger Schokolade warten: 




Für das Tauchbad eignet sich ein recht schmales Gefäss, das mittelhoch ist, denn einerseits muss die Höhe ausreichen um die Schaumkrone vollkommen aufzunehmen, andererseits braucht man umso mehr Schokolade, je bauchiger das Gefäß ist, und es bleibt sowieso jede Menge übrig. Bei mir war das beste Gefäss mein Milchkännchen :o)
Die Schokolade wird zusammen mit etwas Pflanzenfett geschmolzen, um die Fließfähigkeit zu erhöhen und dann werden die Becher nach und nach eingetaucht. Ich musste zweimal Schokolade nachfüllen und -schmelzen, bis ich alle Muffins überzogen habe.  

So, fertig sind die Schaumküsse auf Kuchen im Becher:  



Ich kann nur sagen: Yummie. Gut, dass meine Mutter die so gerne mag, dann muss ich mir wenigstens nicht irgendwelche Gründe einfallen lassen, die immer mal wieder zu machen ...

Alles Liebe
Schokolia


Sonntag, 14. August 2011

Cookie Pops III


Gestern wurde das wunderprächtige Geschenk für Papa fertig und ich bin froh, dass es ungefähr so geworden ist, wie ich mir es vorher auch vorgestellt habe. Aber seht selbst, wie es weitergeht.
Im ersten Schritt habe ich die Kekse am Stiel gebacken und im zweiten Schritt mit Eiweißglasur verziert. 

 
Um einen schönen Strauss aus den Cookies zusammen zu stellen habe ich zwei Blecheimer mit Grasmotiv besorgt.
 

In den Eimern habe ich als Füllung einen einfachen Sandkuchen gebacken. Das habe ich allerdings schon vor ungefähr einer Woche gemacht und die Kuchen standen seitdem neben den Eimern, damit sie möglichst trocken werden. Ich weiß nicht, ob und wie schnell Rührkuchen zum schimmeln neigt, aber da die Kuchen im wesentlichen als Halterung für die Kekse dienen, wollte ich auf Nummer sicher gehen. Ich habe deswegen auch ein möglichst einfaches Rezept ohne jeden Schnickschnack gemacht.


Das Backpapier wurde passend zurecht geschnitten und der Kuchen oben abgeschnitten und bröselig verteilt, um eine möglichst glatte Oberfläche zu erhalten. Damit die Oberfläche möglichst erdähnlich aussieht, habe ich anschließend dicken Zuckerguss angerührt und als Kleber auf dem Kuchen verteilt. Darauf habe ich Kuchenreste aus Schokoladenteig gebröselt, die ich vorher mit etwas Kakaopulver vermischt habe. Ein bisschen Kakapulver habe ich am Ende zusätzlich über den Teig gestäubt.
Der Eimer mit "Blumenerde" ist also fertig und muss nur noch gefüllt werden.


Die Länge der Schaschlikspieße habe ich etwas variiert, damit die Kekse auf unterschiedlichen Höhen sitzen und im Ergebnis sieht der Blumeneimer so aus:
 


Anschließend habe ich nur noch die Geburtstagskarte befestigt, auf der auch das "Geschenk" vermerkt ist. Wir schenken meinem Vater (und natürlich auch meiner Mutter) einen schönen Familientag, richtig klassisch wie man es aus seiner Kindheit kennt mit einem Zoobesuch und anschließendem netten Essen.
Ich freue mich schon und ich glaube, meinem Vater hat das Geschenk auch sehr gut gefallen.

 

Alles Liebe
Schokolia


P.S. Ich glaube, ich bin noch nicht so gesprächig heute Morgen :o) Entschuldigung dafür, aber wir waren erst gegen fünf Uhr im Bett, ich wollte euch nur endlich die Auflösung der Seifenoper zeigen. Wenn irgendwas nicht klar ist oder ich totalen Schwachsinn geschrieben habe, sagt einfach Bescheid. Die Party gestern war aber sehr schön und die letzten beiden Stunden, in denen wir im ganz kleinen Kreis in der Küche gesessen haben, waren wie immer die schönsten.

Freitag, 12. August 2011

Cookie Pops II


So, weiter gehts auf dem Weg zum wunderprächtigen Geburtstagsgeschenk für Papa. Wobei, für die Neugierigen unter euch, die Kekssträusse sind natürlich nur Platzhalter für das eigentliche Geschenk. Das kann man nicht anfassen und einpacken und daher soll es Ersatz"blumen" geben. Was es genau ist, kann ich aber noch nicht verraten, weil meine Mutter auch regelmässig in den Blog schaut und es sonst ja gar keine Überraschung mehr ist. Ich hoffe, dass sie diese Woche vielleicht durch die Vorbereitungen abgelenkt ist und die Seifenoper verpasst :o)
Letztens bin ich gefragt worden, ob ich ein Tutorial über Royal Icing machen kann und dann nutze ich auch gleich mal die Gelegenheit dazu.
Für die Keksmenge, die ich gemacht habe, nehme ich 500g Puderzucker und 12-13g Eiweißpulver, das ich in 75 ml Wasser einrühre. Man kann auch zwei rohe Eiweiß verwenden, aus Vorsicht vor Salmonellen bin ich aber auf Trockeneiweiß umgestiegen. Das Eiweiß muss am Vorabend angerührt werden und wird zusammen mit zwei bis drei Spritzern Zitronensaft zum Puderzucker gegeben. Bitte nicht zu viel Zitronensaft benutzen, der macht das Icing sonst porös und es bröckelt nach dem Trocknen vom Keks ab.
Nachdem Eiweiß und Saft kurz eingerührt wurden, sieht das Icing so aus: 


Nun wird es auf höchster Stufe ca. 5 Minuten mit dem Handrührgerät aufgeschlagen, bis steife Spitzen entstanden sind.
Nach ungefähr der Hälfte der Zeit sieht es so aus ... 


...und nach den fünf Minuten so: 


Auf den Fotos sieht man kaum einen Unterschied und auch beim Schlagen ist der Unterschied nicht besonders groß. Ich stelle mir dafür eine Eieruhr, damit ich lange genug schlage. Nach dem Schlagen kommt direkt eine Folie auf das Icing, weil es ansonsten sehr schnell austrocknet und bröckelig wird. 


Wenn euch das passiert, auf jeden Fall die trockene Ecke großzügig mit einem Löffel abheben, denn die Bröcken verstopfen sonst später die Tüllen.  


Das Icing ist also grundsätzlich fertig, jetzt braucht man noch einige Spritzbeutel oder Einfrierbeutel, einige Tüllen (Größe 2 ist gut geeignet) mit Gewinde, Lebensmittelfarbe (Pastenfarbe ist gut, weil sie die Konsistenz nicht groß verändert), ein Schälchen mit kleinem Schneebesen um das Icing zu verdünnen, Zahnstocher und ein Gefäß, um die Spritzbeutel zu befüllen. Jetzt nehme ich so viel Icing, wie ich meine, von einer Farbe zu brauchen und färbe es in der gewünschten Farbe ein. Gleichzeitig gebe ich tropfenweise Wasser dazu, bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Dabei ist die Daumenregel gut, dass die Oberfläche des Icing innerhalb von 5-10 Sekunden wieder geglättet sein soll, nachdem man ein Messer durchgezogen hat.
Hier findet ihr eine gute Erklärung und ein Video zur richtigen Konsistenz von Icing.  


Wenn ich alle Farben angerührt habe, die ich brauche, sieht mein Arbeitsplatz für die nächsten 2 Stunden so aus. Die Beutel mit Icing lege ich in ein umgeschlagenes feuchtes Handtuch, damit die Spitzen nicht austrocknen und Küchenpapier sollte auch immer griffbereit sein. Die ganze Vorbereitung hat bis hierhin ca. eine Stunde gedauert und jetzt kann es endlich richtig losgehen.  

Mit den Zahnstochern kann man einfach und schnell schöne Muster ins Icing ziehen, wenn man auf das feuchte Icing erst Linien in einer anderen Farbe spritzt und dann den Zahnstocher von oben nach unten durchzieht.


Wenn die Linien mehrfarbig gemacht werden entsteht ein Muster wie auf dem oberen Herz im nächsten Bild zu sehen ist.  


Auch hierzu findet ihr bei Sweetopia eine super Anleitung.



So, wieder sind wir dem wunderprächtigen Geschenk einen Schritt näher gekommen, aber der letzte Schritt fehlt noch. Ich bin gespannt ...

Alles Liebe
Schokolia
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