Sonntag, 25. Juli 2010

Macarons mit Salzbutterkaramellfüllung


 

Macarons sind in Hobbybäckerkreisen im Moment in. Ich glaube, in Frankreich sind sie schon wieder out, aber bis die Macaronwelle durchs Internet gerollt ist und NRW erreicht hat, dauert es eben ein bißchen. Wobei Macarons eigentlich ein sehr altes Gebäck sind, denn es handelt sich hierbei schlicht um Makronen, die in Deutschland immerhin seit dem 17. Jahrhundert bekannt sind.
In der modernen Variante werden Macarons allerdings durch eine Füllung aufgemotzt und sind, auch aufgrund der etwas anderen Form im Vergleich zu den klassischen Makronen, erst auf den zweiten Blick bzw. auf den ersten Biss als solche zu erkennen.

Macarons zu backen ist ein bißchen tricky, denn die fertige Makrone soll eine glatte Oberfläche und einen schönen und deutlich zu erkennenden Fuß haben. Dies wird dadurch erreicht, dass die Macarons vor dem Backen trocknen gelassen werden. Allerdings ist die Dauer des Trocknens entscheidend, denn wenn die Zeitspanne zu kurz ist, trocknet die Oberfläche nicht genug und der Fuß der Macarons bildet sich nicht so schön und wenn es zu lang ist, platzt die Oberfläche beim Backen auf. Das Rezept, nach dem ich die Macarons gemacht habe, hilft hier aber weiter.


Was leider nicht so gut geklappt hat, war das Ablösen der Makronen nach dem Backen vom Backblech. Die Dinger haben sich ohne grobe Gewalt nicht dazu überreden lassen, sich vom Papier zu lösen. Das Ergebnis war, dass das Innenleben der meisten Makronen auf dem Backblech zurückgeblieben ist, während ich die hohle Hülle in der Hand hatte. 

 

Ich habe anschließend noch ein bißchen gegoogelt und habe im Netz den Tip gefunden, das Backpapier mit den Macarons direkt nach dem Backen auf ein zweites Backblech zu ziehen, das man vorher mit Wasser benetzt hat. Das Wasser soll dabei helfen, die Macarons gut vom Backpapier zu lösen. Ich habe diesen Tip bisher noch nicht ausprobiert, wenn es jemand von euch macht, würde ich mich aber über einen kleinen Erfahrungsbericht freuen. 

 

Für die Füllung habe ich Salzbutterkaramell nach diesem Rezept gemacht. Das war meine Karamellpremiere und es hat auch gleich beim zweiten Mal gut funktioniert. Beim ersten Versuch habe ich gelernt, dass ein Schneebesen wie dieser hier für Karamell ungeeignet ist. Bevor ich Salzbutterkaramell nämlich nur aussprechen konnte, hatte ich schon den gesamten karamelisierten Zucker als dicken Klumen am Schneebesen kleben und es schien nicht so, als wollten sich die zwei nochmal trennen. Ich habe also den Schneebesen gedanklich schon abgeschrieben (gut, dass es streng genommen gar nicht meiner sondern der meines Verlobten war) und nochmal von vorne angefangen. 

 

Und mit einem Löffel hat es dann auch deutlich besser funktioniert. Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt, das Karamell schmeckt absolut köstlich. Es ist cremig, auch direkt aus dem Kühlschrank, vergleichbar mit zimmerwarmem Nutella oder trübem Honig. Außerdem ist die Kombination aus dem süßen Karamell und dem Salz sehr interessant. Leider habe ich das Karamell für die Füllung der Macarons fast aufgebraucht ...

 

Die Macarons halten ohne Füllung in einer Dose ungefähr eine Woche, die gefüllten Makronen sollten in 1-2 Tagen aufgegessen werden, weil sie sonst weich werden. Ich habe sie als kleines Mitbringel zum Geburtstag eines Freundes gemacht und daher auch erst an dem Tag gefüllt. 

 

Nach dem Füllen noch schnell in eine kleine Dose verpackt und fertig ist die kleine Süßigkeit. 

 

Da ich im Herbst sowieso zwei Wochen in Frankreich verbringe, werde ich auf jeden Fall die Augen offenhalten, ob ich ein paar originale französische Macarons finde, um einen Vergleich zu haben.

Alles Liebe
Schokolia

Kommentare:

Rolf hat gesagt…

Und mein Schneebesen konnte glücklicherweise auch gerettet werden ...

Monika hat gesagt…

Es kann sein, dass Deine Macarons noch einige Minuten länger gebraucht hätten, bei mir gingen sie nämlich ganz leicht vom Backpapier ab...
Das Salzkaramell-Rezept ist spitze, ich war auch ganz angetan - schön, dass Du das Gleiche benutzt hast!

Schokolia hat gesagt…

Danke Monika für den Tip. Das kann auch sein, meine Macarons waren nämlich innen auch noch ziemlich zäh. Ich werde beim nächsten Mal darauf achten und einfach länger backen UND Wasser auf ein anderes Blech, dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen :-)
Alles Liebe - Schokolia

Nutellarinchen hat gesagt…

Mhmmmmmmmm sieht so lecker aus :)

Glg

ito hat gesagt…

Ich mag deinen Blog echt gerne, werde demnächst mal ein paar deiner Rezepte ausprobieren. Gerade die Keks/Plätzchenrezepte, da nun Weihnachten vor der Tür steht :)

Das mit dem Wasser auf ein Backblech streichen, klappt übrigens sehr gut. Die Macarons lassen sich nach dem Abkühlen ganz leicht vom Backpapier lösen!

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